Projektarchiv
Über 150 Spielräume seit 2004, in mehr als 25 Ländern. Wähle ein Jahr, um die Projekte zu filtern oder verschaffe dir einen Überblick auf unserer Weltkarte.
Wir holen, wo immer möglich, Fotoerlaubnisse ein. Solltest du dich ungewollt auf einem Bild wiederfinden, gib uns Bescheid – wir entfernen es sofort. Zum Kontakt
123 Projekte
Burrel 01
KuKuk Move
Burrel 02
Familie & Friends
Erasmus+
Erasmus+
Köln, Kölnberg
Phase 3
Köln, Kölnberg
Phase 2
L’viv & Kharkiv
Mobiler Spielcontainer
Stuttgart-Möhringen
VIEL.PLATZSarajevo
Erstes ProjektAlle Projektorte auf der Karte
Klicke auf einen Punkt, um das Projekt zu öffnen. Zahlen zeigen, wie viele Projekte an einem Ort entstanden sind.
3 Projekte sind keinem Ort zugeordnet.
Projektart Schulklassenprojekt
Beteiligungsgruppe
20 Jugendliche aus Frankreich, Albanien und Deutschland
Erreichte Kinder
30 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren; järhlich 20 - 30 weitere Kinder
Projektzeitraum 27. April - 03. Mai 2026
Projektidee
20 Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Albanien bauen gemeinsam
einen Spielplatz - nachhaltig und langlebig. Sie werden begleitet von je einer pädagogisch geschulten Be- treuerinnen aus ihrem Land sowie erfahrenen Bauleitungen von KuKuk Kultur e.V., die das Projekt organisatorisch und handwerklich unterstützen. Der Spielplatz wird partizipativ zusammen mit den Jugendlichen geplant und umgesetzt. Dadurch erleben sie Teamarbeit, demo- kratische Entscheidungsprozesse und Selbstwirksamkeit. Ziel ist nicht allein der Spielplatz selbst, sondern mindestens gleichwertig das gegenseitige Kennenlernen, das Teilen von Verantwortung und das Schaffen von Beziehungen, die Vorurteile abbauen und Offenheit fördern.
Projektinfos
Team
20 Jugendliche aus drei Ländern: 8 Jugendliche der freien Waldorfschule Überlingen, 5 SchülerInnen der Rudolf Steiner Waldorfschule Avignon, Frankreich
8 SchülerInnen der Kunstschule Tirana, Albanien Bereits zwei Jahre zuvor entstand die Projektidee zwischen Dorothea Schmidt von der Waldorfschule Avignon, Anna-Lena Weidemann und Anita Huqi aus Albanien. Begleitet wurden die Jugendlichen von einem 3 köpfigem Bauleiterteam von KuKuk Kultur bestehend aus Johannes Lemcke, David Finscher, Felix Behr sowie Anna-Lena und Erton Weidemann.
Einrichtung
Der Mollakuqe Waldorfkindergarten unter der Leitung von Anita Huqi und Ihrem Mann wurde 2024 eröffnet und ist der erste Waldorfkindergarten Albaniens. Durch die bestehenden Kontakte von Anita nach Überlingen und Avignon entstand die Projektidee für das Projekt mit KuKuk Kultur e.V. Zum Bauzeitpuntk besuchten rund 30 Kinder den Ort. Nach einem Fernsehbeitrag zu Spielplatzeröffnung stieg die Nachfrage rasant an, sodass ab September vorraussichtlich 50 Kinder einen Platz bekommenwerden.
Kontext Albanien
Das Land befindet sich noch immer im Aufbau nach Jahrzehnten des Kommunismus und ist dadurch wirtschaftlich teilweise stark benachteiligt. Der Mollakuqe Waldorfkindergarten ist der erste seiner Art in Albanien - es gibt bislang keine weiteren Waldorfschulen oder sonstigen Waldorfinitiativen im Land. Ein Projekt wie dieses unter Einbeziehung dreier Nationen verdient daher besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung.
Hand in Hand - Ein Begegnungsraum entsteht
Projektart
Freie Beteiligungsgruppe
Beteiligungsgruppe
30 Jugendliche aus Deutschland und Griechenland
Erreichte Kinder
Öffentlicher Platz in 25.500 Einwohner Stadt.
Projektzeitraum
05. - 10.04.2026
Projektbericht
Im April 2026 wurde aus einer großen Idee ein sehr konkreter Ort zum Spielen, Klettern, Begegnen und Zusammenkommen: Gemeinsam mit Delta Dyo NPO, der Stadt Megara und einer Gruppe von St. Josef Stuttgart setzte KuKuk Kultur e. V. in Megara das deutsch-griechische Jugendprojekt „Hand in Hand“ um. Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks, von KIWANIS und Children for a better World.
Delta Dyo NPO ist ein griechischer Verein, der von Evi Koutsospirou geleitet wird und Kultur-, Jugend- und Begegnungsarbeit in Griechenland gestaltet. Für dieses Projekt war Delta Dyo unser zentraler Partner vor Ort: mit viel Herz, Organisationstalent, lokaler Verbindung und einem offenen Blick dafür, wie aus einem Bauprojekt eine echte Begegnung zwischen Menschen werden kann.
Die Anreise war schon der erste Teil des Abenteuers. Während die Gruppe von St. Josef mit dem Flugzeug nach Griechenland reiste, machte sich KuKuk mit Auto, Anhänger und Fähre auf den Weg, um Werkzeuge, Material und große Bauteile wie die Nestschaukel sicher nach Megara zu bringen. So kam am Ende alles zusammen, was es für diese intensive Projektwoche brauchte: Menschen, Material, Werkzeug, Motivation
und die gemeinsame Lust, etwas Bleibendes entstehen zu lassen.
Insgesamt waren über 30 Freiwillige an dem Projekt beteiligt. Jugendliche und junge Erwachsene aus Stuttgart arbeiteten gemeinsam mit Menschen aus Megara, mit dem Team von Delta Dyo, mit pädagogischen Begleiterinnen und erfahrenen Spielplatzbauer innen. Es wurde gesägt, geschraubt, getragen, gegraben, gelacht, übersetzt, diskutiert und immer wieder neu angepackt. Aus einzelnen Händen wurde schnell ein gemeinsamer Arbeitsrhythmus, und aus vielen kleinen Aufgaben entstand Schritt für Schritt ein neuer Spielraum für Kinder vor Ort.
Eine unglaublich wichtige Rolle spielte dabei die Stadt Megara und besonders Bürgermeister Takis. Seine Unterstützung, seine Offenheit und sein Wille, dieses Projekt möglich zu machen, waren entscheidend dafür, dass aus der Idee tatsächlich Realität werden konnte. Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit und für die Kraft, die von kommunaler Seite in dieses Projekt gelegt wurde.
Doch „Hand in Hand“ war mehr als eine Baustelle. Die Jugendlichen aus Stuttgart konnten erleben, wie es ist, mit den eigenen Händen etwas Sichtbares zu schaffen, Verantwortung zu übernehmen und in einer internationalen Gruppe zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig entstanden viele Momente, die man nicht planen kann: Gespräche beim Essen, gegenseitige Hilfe beim Arbeiten, Lachen über Sprachgrenzen hinweg und das gute Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben.
Delta Dyo organisierte zusätzlich besondere Begegnungsmomente außerhalb des Bauplatzes. An einem Abend lernten wir gemeinsam traditionelle griechische Tänze kennen, immer wieder gingen wir zusammen traditionell essen, und aus der gemeinsamen Projektzeit entstanden echte Verbindungen. Einige Freiwillige begannen bereits während der Woche, Besuche und sogar mögliche Praktika zu planen. Das Projekt endete also nicht einfach mit der Eröffnung des Spielraums, sondern wirkt in den entstandenen Freundschaften weiter.
Am Ende der Woche wurde der neue Spielraum gemeinsam eröffnet. Für die Kinder in Megara ist ein Ort entstanden, an dem sie klettern, spielen, ausprobieren und sich begegnen können. Für die beteiligten Jugendlichen bleibt die Erfahrung, dass ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Einsatz wirklich etwas verändern können.
„Hand in Hand“ war für uns ein Projekt voller Bewegung, Begegnung und gemeinsamer Energie. Es hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Partner vor Ort, Jugendliche, Fachkräfte, Stadtverwaltung, Förderer und Freiwillige an einem Strang ziehen – und wenn aus vielen Händen ein gemeinsamer Spielraum und Begegnungsraum wächst.
Studierende der Freien Hochschule Stuttgart haben Ende Juni 2025 für den Waldorfkindergarten in Batumi, Georgien, einen Spielplatz gebaut.
Erasmus+ Jugendbegegnung
in Vadu Oii, Rumänien
Im Juni 2025 fand im Rahmen eines Erasmus+ Jugendprojekts eine internationale Jugendbegegnung in Rumänien statt. Zwanzig Jugendliche aus Stuttgart reisten gemeinsam mit KuKuk Kultur e. V. in das Dorf Vadu Oii, um dort zusammen mit jungen Menschen und Kindern vor Ort einen partizipativen Gestaltungsprozess im öffentlichen Raum umzusetzen. Ziel des Projekts war es, gemeinsam einen neuen Ort für Spiel, Begegnung und gemeinschaftliches Lernen zu entwickeln.
Partnerorganisation auf rumänischer Seite war die Kindertagesstätte der Association Harsova 3D, die einen sicheren und dringend benötigten Treffpunkt für Kinder und Jugendliche nutzte und begleitete.
Europäische Mobilität und gemeinsames Ankommen.
Die Anreise begann am siebten Juni in Stuttgart und war von Beginn an Teil des Lernprozesses. Bereits unterwegs setzten sich die Jugendlichen mit Themen wie Flexibilität, Verantwortung und gemeinsamer Problemlösung auseinander. Eine ungeplante Änderung im Reiseverlauf wurde von der Gruppe selbstständig und konstruktiv bewältigt.
Die erste Übernachtung in Győr in Ungarn und die anschließende Weiterreise stärkten das Gruppengefühl und machten europäische Mobilität konkret erfahrbar. In Vadu Oii wurden die Teilnehmenden herzlich von der lokalen Gemeinschaft empfangen.
Der erste Projekttag stand im Zeichen des Kennenlernens und des interkulturellen Austauschs. Bei einem gemeinsamen Ausflug mit den Kindern der Kindertagesstätte an das Schwarze Meer entstanden erste Begegnungen, Vertrauen und ein niedrigschwelliger Austausch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Am Abend begannen die Jugendlichen in gemischten Gruppen mit der gemeinsamen Planung der Projektaktivitäten.
Non-formales Lernen durch gemeinsames Gestalten.
Ab Dienstag begann die praktische Umsetzungsphase des Projekts. In einem partizipativen Prozess entwickelten die Jugendlichen gemeinsam mit den Kindern vor Ort Ideen für einen Spiel- und Begegnungsraum. Die Teilnehmenden arbeiteten in Kleingruppen und übernahmen Verantwortung für unterschiedliche Gestaltungselemente, etwa Bewegungsangebote, Sitzmöglichkeiten oder spielerische Elemente für verschiedene Altersgruppen.
Der gesamte Prozess war als non-formales Lernsetting konzipiert. Die Jugendlichen lernten durch praktisches Handeln, gemeinsames Entscheiden und regelmäßige Reflexionsrunden. Unter pädagogischer und fachlicher Begleitung von KuKuk Kultur e. V. setzten sie sich intensiv mit Themen wie Zusammenarbeit, Sicherheit, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Rollenverteilung auseinander.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die aktive Einbindung der lokalen Gemeinschaft. Kinder, Eltern und weitere Dorfbewohner beteiligten sich an den Aktivitäten, brachten Ideen ein und unterstützten den Prozess. Dadurch entstand ein starkes Gemeinschaftsgefühl und ein gemeinsames Verständnis dafür, wie öffentliche Räume durch kollektives Engagement positiv gestaltet werden können.
Sichtbare Ergebnisse und nachhaltige Wirkung.
Am Ende der Projektwoche wurde der gemeinsam gestaltete Spiel- und Begegnungsraum feierlich eröffnet. Die Kinder nutzten die neuen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten unmittelbar und mit großer Begeisterung. Für die Jugendlichen aus Deutschland war dieser Moment besonders prägend, da sie unmittelbar erleben konnten, wie ihr Engagement zu einem sichtbaren und positiven Ergebnis geführt hat.
Der entstandene Ort wird regelmäßig von bis zu fünfzig Kindern der Kindertagesstätte genutzt und steht darüber hinaus auch Kindern aus der Umgebung offen. Insbesondere für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, vor allem aus der Roma-Gemeinschaft, ist ein sicherer Raum für Spiel, Begegnung und soziale Teilhabe entstanden.
Lernen, das über das Projekt hinaus wirkt.
Neben den sichtbaren Ergebnissen im öffentlichen Raum erzielte das Projekt nachhaltige Lernwirkungen auf mehreren Ebenen. Die Jugendlichen stärkten ihre sozialen, organisatorischen und interkulturellen Kompetenzen, erfuhren Selbstwirksamkeit und entwickelten ein vertieftes Verständnis für europäische Solidarität und gesellschaftliches Engagement.
Gleichzeitig wurde die lokale Gemeinschaft in Vadu Oii gestärkt und langfristig in die Nutzung und Pflege des neu entstandenen Begegnungsortes eingebunden.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Erasmus+ Jugendbegegnungen jungen Menschen ermöglichen, durch gemeinsames Handeln Verantwortung zu übernehmen, voneinander zu lernen und gemeinsam sichtbare Zeichen für ein solidarisches Europa zu setzen.
Anreise und Ankunft
Ende März 2024 fuhren die Jugendlichen von Caritas Stuttgart und St. Joseph gemeinsam mit dem Bus von „MM-Tours”, nach Rumänien. Die Reise startete freitagabends, damit man direkt einen großen Teil der Stecke schlafend verbringen konnte.
Am Samstagabend kamen der Bus in Rumänien an und auch das KuKuk-Team traf in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Aiud ein.
Am Sonntag ging es dann zum ersten Mal auf das Baugelände beim „House of Hope“. Man machte sich ein erstes Bild von der Situation vor Ort. Ciprian Bogdan, der Leiter und Gründer der Kindertagesstätte für die Romacommunity in Aiud, erzählte über die Entstehung der Initiative und brachte uns die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder nah. Mit diesen Informationen begannen die Jugendlichen dann, erste Zeichnungen anzufertigen, welche Bauelemente sie bauen möchten. Mit diesen ersten Eindrücken und Ideen gingen dann alle schlafen, um am folgenden Tag pünktlich und frisch um 08:00h auf der Baustelle zu erscheinen.
Bauen und Erfahren
Wie bei allen KuKuk Projekten gilt es ab dem ersten Tag, die Ideen vom Papier in die Realität umzusetzen. Dafür werden zuerst alle Bauelemente im Gelände verrohrtet, dann auf dem Boden angezeichnet, sodass der Bagger direkt starten kann, die Löcher für die Fundamente auszuheben.
Dann werden die tragenden Balken in die Löcher gestellt und am Nachmittag kommt der Beton dazu.
Alle diese Prozesse beanspruchen immer den kompletten ersten Tag. Es klingt so simple, aber es ist ein großer Teil Planungsarbeit, die erst mal geleistet werden muss.
Ab dem zweiten Tag sind die meisten Fundamente schon so weit ausgehärtet, dass man direkt an die stehenden Balken ran bauen kann.
Die Gruppe packte wirklich fleißig mit an. Alle waren voll dabei und hatten großes Interesse, ihre Ideen in die Realität umzusetzen.
Leider gab es neben der Baustelle eine große Panne. Ciprian hatte am Abend des Vortages begonnen, aus dem Restbeton noch einen Weg neben das „House of Hope“ zu gießen. Bedauerlicherweise hatte er aber keine Gummistiefel und stieg also, mit seinen normalen Schuhen in den flüssigen Beton, um diesen zu verteilen.
Wir hatten noch gesehen, wie er damit begonnen hatte und hatten im inbrünstig gebeten, das nicht zu tun! Der flüssige Beton ist hochgiftig auf der Haut und führt eine chemische Reaktion herbei, die zu schweren Verbrennungen und Verätzungen führt. Ciprian wollte aber auf niemanden von uns hören. Er war der festen Überzeugung, dass ihm der Beton nichts anhaben wird.
Am Folgetag sah er das aber nicht mehr so.
Wir kamen am Dienstagmorgen um 08:00h wie geplant auf der Baustelle an, nur Ciprian erschien nicht. Wir hatten schon eine böse Vorahnung. Und genau so war es gekommen. Die Füße von Ciprian waren über die Nacht angeschwollen und die Haut war komplett verbrannt und verätzt. Wir fuhren also direkt zu ihm, mit dem Plan, ihn ins Krankenhaus zu bringen. Mit solch einer Verletzung ist nicht zu scherzen. Aber wieder wollte Ciprian nicht auf unseren Rat hören. Er wollte unbedingt vermeiden ins Krankenhaus zu gehen, weil er wusste, dass sie ihn dort behalten würden und das würde bedeuten, dass er das gesamte Projekt verpassen würde. Er weigerte sich also ins Krankenhaus zu gehen und ließ sich erst darauf ein, als nach drei Tagen die Wunden immer noch keine Besserung aufzeigen. Tatsächlich verpasste Ciprian somit das gesamte Projekt und konnte nicht einmal die Eröffnung des Spielplatzes mitfeiern.
Diese Panne war für alle eine große Lehre. Die Bilder seiner wunden Füße haben wir nun immer dabei, damit wir in Zukunft alle mit diesen Bildern darauf aufmerksam machen können, was ihnen bevorsteht, wenn sie nicht auf uns hören wollen.
Der Rest der Bauwoche verlief aber hervorragend. Tag für Tag wuchs der Spielplatz zu einem großen Park für Spiel und Spaß! Alle packten sehr verlässlich mit an und die Kinder, die an den Nachmittagen auf dem Gelände zur Hausaufgabenbetreuung erschienen, konnten es kaum aushalten, nicht direkt das Gelände zu stürmen, um mit dem Spielen zu beginnen. Wir integrierten sie aber auch in den Bau. Statt sie auf den halb fertigen Spielgeräten spielen zu lassen, gaben wir ihnen Aufgaben, um gemeinsam mit der Gruppe zu bauen.
Neben dem Spielplatz renovierten wir auch noch einen in die Jahre gekommenen Gartenpavillon, der vom „House of Hope“ bisher als Abstellkammer für allerlei Baumaterialien und Baureste vom Haus verwendet wurde. Die Busfahrer von „MM-Tours“ waren auf dem Projekt dabei geblieben. Sie kennen die Projekte von KuKuk und hatten, wie auch in Vergangenheit schön öfter geschehen, beschlossen, bei dem Projekt dabei zu bleiben und mit anzupacken. Sie renovierten als den Pavillon, indem sie morsche Balken und Bretter austauschten und das Dach zu einem großen Teil neu eindeckten.
Insgesamt entstanden in den fünf Bautagen:
Eine Art Hütte mit Palisaden als Klettereinstieg, von dort geht es zu einer Plattform, von der man über einen Balancebalken mit Handseillauf zu einem großen Turm laufen kann. Unter dem Turm ist selbstverständlich Fallschutz, es gibt eine Feuerwehrrutschstange und in die andere Richtung führt eine Reihe Hagelstangen zu einem weiteren Balance-Seil mit Handseillauf. Daneben stand eine Wippe, eine Pyramide mit verschiedenen Klettermöglichkeiten und eine Schaukel. Dazu wurde der Pavillon erneuert und benutzbar gemacht und weitere Sitzgelegenheiten und ein großer Tisch entstand und eine neue Hollywoodschaukel wurde auch noch gebaut.
Eröffnung
Am Freitag wurde nach den letzten Arbeitsschritten der Spielplatz dann wie geplant eröffnet. Viele Kinder waren gekommen, es gab Snacks und Getränke, Luftballone wurden aufgehängt und als Dankeschön sangen die Kinder gemeinsam Lieder und dann wurde gemeinsam der neue Spielplatz erkundet und getestet.
Nachdem dann noch einige Gruppenbilder gemacht wurden, verabschiedeten sich alle voneinander und eine große Kolonne Taxis brachte die Beteiligten dann wieder in ihre Unterkunft, von der sie dann noch am selben Abend die Rückreise mit dem großen Bus antraten.
Mit Unterstützung von…
Das Projekt wurde von mehreren Geldgeber finanziert
und somit erst möglich gemacht.
KIWANIS Stuttgart
MAHLE -STIFTUNG
HEIDEHOF STIFTUNG
Pro Kids Caritas
Freundeskreis St. Josef
Fotos: Klara Zdrazilova
KuKuk Move in Burrel, Albanien
ZUSAMMENBAUEN
Planen und Organisieren
2023 beschlossen wir erneut, einen Spielplatz für den guten Zweck zu bauen. Unsere Wahl fiel auf Burrel in Albanien, wo ein Spielplatz in einem Kindergarten dringend benötigt wurde. Wir starteten erneut eine Spendenaktion, um Mittel für Materialien, Baggerfahrer, Bauleiter*innen und die Reisekosten von KuKuk Move zu sammeln.
Um Geld zu sammeln, gingen wir mit einem selbst entworfenen Spendenflyer direkt auf Menschen zu, um von unserem Projekt zu erzählen und die Nachricht über unser Vorhaben zu verbreiten. Neben Kuchenverkauf in unseren Schulen und der Organisation eines Spendenlaufes erstellten wir auch einen TikTok-Account, um dort unseren Plan zu teilen und weitere Spender*innen zu erreichen. Tatsächlich brachte uns gerade dieser Account große Aufmerksamkeit, nachdem eines unserer ersten Videos für unsere Verhältnisse viral gegangen war. Es gingen tatsächlich einige Spenden auf unserem Konto ein, die auf das Video zurückzuführen sind. Dazu stellten wir Anträge bei Stiftungen und lernten, wie man ein Projekt nach außen präsentiert, um die nötige Unterstützung für solch ein Projekt zu erhalten.
Der Bau des Spielplatzes war für die Pfingstferien 2024 geplant. Im Februar 2024 wussten wir dann sicher, dass unser Projekt stattfinden kann, da wir genügend Gelder gesammelt hatten und der Bauort die ersten Planungsdetails mit uns in Angriff nahm. Dazu gehörte, dass wir eine Liste mit den benötigten Arbeitsgeräten wie Schubkarren und Schaufeln anforderten, dass der Bagger auf den richtigen Tag zur Baustelle bestellt wurde und die Baumaterialien wie Beton und Sand schon im Vorhinein für den Bau angefragt wurden.
Wir hatten vor Ort die Organisation „save the children“ als Unterstützung für uns gewinnen können. Sie halfen uns schon bei der Suche nach dem geeigneten Bauort und beim Organisieren der Baumaterialien vor Ort. Auch fanden wir über sie einen geeigneten Übernachtungsort für KuKuk Move in der Nähe der Baustelle.
Anreise und Unterkunft
Wir fuhren morgens mit einem kosovarischen Busunternehmen von Stuttgart-Möhringen los. Nach 28 Stunden Fahrt kamen wir endlich in Burrel an, wo wir in einem Internat direkt im Zentrum der Stadt unterkamen. Wir wurden sehr freundlich mit Getränken, Obst und Snacks empfangen.
Noch am Abend unserer Ankunft besuchten wir den Kindergarten, wo wir die nächsten fünf Tage bauen würden. Wir schauten uns das Gelände an, sprachen mit dem Leiter des Kindergartens und erkundigten uns nach den gewünschten Installationen. Mit diesen Eindrücken und einigen Ideen für den werdenden Spielplatz gingen wir zu Bett, um am nächsten Tag fit mit dem Bau zu starten.
Bauen und Erfahren
Am Montag trafen wir um 08:00h auf der Baustelle. Zunächst bildeten sich kleinere Gruppen von vier bis sechs Personen, die jeweils ein Bauwerk des Spielplatzes umsetzen wollten. Kreative Zeichnungen wurden angefertigt, um die Spielelemente zu gestalten.
Nachdem alle ihren Plan erstellt hatten, wurde in der großen Gruppe entschieden, wo die einzelnen Bauten auf dem Gelände platziert werden sollten. Die Elemente wurden am Boden eingezeichnet, damit der Bagger die Löcher für die stehenden Balken ausheben konnte. Die Balken wurden aufgestellt, stabilisiert und mit Beton fixiert, der bis zum nächsten Tag aushärtete.
Ab dem zweiten Tag wurde weitergebaut. Es entstand ein Spielraum mit einer Hütte, einem kleinen Sandkasten, einer Nestschaukel, verbindenden Kletterstrukturen und Sitzgelegenheiten. Ein hölzernes Auto vervollständigte den Spielplatz.
Während der Bauzeit aßen wir jeden Mittag in unserer Unterkunft, so lernten wir die albanische Küche kennen. An einem Mittag zeigte man uns traditionelle Tänze, und wir tanzten gemeinsam mit den Einheimischen.
Wir wurden oft auf der Straße angesprochen und erfuhren, dass die Nachricht über unseren Bau des Spielplatzes in Burrell die Runde gemacht hatte. Wir lernten Jugendliche kennen, die uns besuchten, um mit anzupacken.
Auf der Baustelle lernten wir täglich neue Handgriffe kennen, obwohl viele von uns bereits in den letzten Jahren Spielplätze in Rumänien und Bosnien gebaut hatten. Jedes Bauwerk brachte neue Herausforderungen und Ideen mit sich.
Am letzten Tag wurde der Spielplatz fertiggestellt. Und wieder konnte niemand vorher glauben, dass wir es in fünf Tagen schaffen würden, aber es gelang erneut. Die Eröffnungsfeier fand wie geplant statt, und der Bürgermeister hielt eine Rede. „Kukuk Move“ erhielt eine Urkunde für ihr außergewöhnliches Engagement und alle wurden vom Bürgermeister zu einer Limo eingeladen. Doch das Schönste war wieder, als die Kinder des Kindergartens zum ersten Mal den fertigen Spielplatz betreten durften. Sie wuselten überall herum, erkundeten jede Ecke und begannen direkt zu spielen. Auch das Klangspiel, eine Installation aus 8 Metallrohren, die wie ein Xylophon mit einem befestigten Schlägel gespielt werden kann, wurde durchgehend bespielt und kreierte zu dem bunten Treiben das perfekte Klangbild. Wir beobachteten, machten Fotos und Videos und waren sehr stolz, erneut unser Ziel erreicht zu haben. Die spielenden Kinder am Ende eines solchen Projekts zu beobachten, ist die schönste Belohnung nach den vielen Vorbereitungen und Arbeit.
Nun war alles erfolgreich geschafft! Wir fuhren noch ein letztes Mal an den Fluss, in dem wir uns schon einmal die Tage nach der Arbeit auf der Baustelle erfrischt hatten. Dann gingen wir Jugendlichen ein letztes Mal in die Stadt, um ein albanisches Abendessen zu genießen. Denn schon am frühen Morgen des Folgetages kam um 04:00 Uhr unser Bus und wir traten die 28-stündige Rückreise an.
VIELEN DANK!
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Spender*innen und Stiftungen bedanken, dass sie dieses wunderschöne Projekt unterstützt haben. Ohne ihre Unterstützung hätten wir all diese Erfahrungen nicht sammeln können und die Kinder in Burrel hätten weiterhin nur eine Wiese vor ihrem Kindergarten. Nun wird dort gespielt, balanciert, gerutscht, geklettert, geschaukelt, gewippt, musiziert und im Sandkasten werden Sandkuchen gebacken und Burgen gebaut.
Vielen herzlichen Dank für Ihren großzügigen Beitrag zu einem erfolgreichen Spielraumprojekt in Albanien!
Im August 2024 waren wir mit einer Freiwilligen-Gruppe von Freunden und Bekannten der KuKuk Familie erneut in Burrel und haben dort in einem öffentlichen Park einen Spielplatz gebaut.
Erasmus+
The Ecochangemakers2 Training Course” took place in Stana, Romania, from 01/08/2024 until 08/08/2024. The project gathered youth workers from Romania, Hungary, Belarus, Germany, Greece, Jordan and Turkey.
The goal of the project was the sustainability in youth exchanges and inspire new participants to join the program)*
The Youth Exchange is 🇪🇺co-funded by the European Union and organized by 🇩🇪@kukuk_kultur and hosted by @asociatia.beyond
12. Klasse - Freie Waldorfschule Freiburg St. Georgen
Vom 28. Oktober bis zum 01. November 2024 waren wir erneut am Kölnberg und haben dieses Mal mit KuKuk Move gemeinsam einen weiteren Spielplatz zwischen den Hochhäusern gebaut.
Mit dieser Bauwoche ist der letzte von drei Bauabschnitten in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich beendet.
Vom 05.06.2023 bis zum 09.06.2023 haben wir mit einer Pfadfinderinnengruppe aus Stuttgart und vielen Beteiligten aus Rumänien einen wunderschönen Spielplatz für die Schülerinnen der “Scuola Generals Intregalde” und für die Bewohner*innen der Gemeinde gebaut.
Das Projekt wurde unterstützt von der BW Stiftung “Perspektive Donau”.
Groß denken & viel bewegen!
Das beste Beispiel dafür wie Träume wahr werden können
4000 Menschen aus über 70 Nationen leben in den Hochhäusern am
“Kölnberg”. Darunter sind 800 Kinder und Jugendliche. Stadtteil Meschenich war lange Zeit kein guter Lebensraum für Kinder. Kriminalität, Müll und Rattenplagen erschweren ihren Alltag enorm. Außer den heruntergekommenen Resten von alten Spielgeräten boten die verwahrlosten Außenflächen vom Kölnberg keine kind- und familiengerechte Angebote.
Die Kinder des Kölnbergs träumten schon lange von einem Spielplatz für ihre Siedlung. Gemeinsam mit einer Lehrerin der Grundschule in Meschenich Schule im Süden starteten sie eine Initiative, um sich gehör zu verschaffen und gingen mit ihrem Anliegen in die Öffentlichkeit.
Der Förderverein Soziales Meschenich, der Verein KuKuk Kultur e.V. und ein Netzwerk aus Lehrer:innen, Vereinen und Sozial Arbeiter:innen setzten sich für geschützte Spiel- und Aufenthaltsplätze für die Kinder und ihre Familien ein. Ihr Traum soll nun in Erfüllung gehen. Dank der vielen finanziellen Untersützung von vielen Sitftungen und der Stadt Köln soll ihr Traum soll nun in Erfüllung gehen.
Nach eine langen Konzeptphase gemeinsam mit dem Förderverein soziales Meschenich e.V., dem Kinder- und Jugendzentrum von Meschenich, dem Landschaftsarchitekturbüro GRÜNQUADRAT, dem Spielplatzplanungsbüro KuKuk Freiflug und vielen weiteren Beteiligten konnte der Spielplatzbau beginnen. In einer Planungsbeteiligung wurde in der Grundschule im Süden in Meschenich wurde die Kinder aktiv in die Planung mit eingebunden. Im Oktober 2021 entstand daraus der erste Spielbereich, in der die Kinder aktiv in den Bau miteinbezogen wurden. Dabei sind ein Spiel- und Sandbereich für Kleinkinder, sowie ein Spielbereich für Grundschulkinder mit Kletterinsel und Nestschaukel entstanden.
Im September entstand im Rahmen dieser Initiative der zweite Spielplatz am Kölnberg. Eine Kletterlandschaft, ein Sandkasten mit Pergola, eine Schaukel sowie ein inklusives Trampolin für rollstuhlfahrende Kinder zieren nun die Außenflächen am Eingangsbereich.
Der Spielplatz wurde am 27.10. offiziell eingeweiht. Trotz der widrigen Wetter kamen dutzende Kinder, um dabei zu sein. Auch dabei waren die Lehrer:innen und der Direktor der Schule im Süden und die damaligen Kinder, welche jetzt zu Jugendlichen gewachsen sind, die vor fünf Jahren die Initiative starteten.
Wir freuen uns sehr, dass wir an diesem Projekt teilhaben und den Traum der Kinder in Erfüllung gehen lassen konnten!
Wir möchten an dieser Stelle den Unterstützer:innen des Projektes danken:
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Maier-Stoll-Stiftung
Xatar Stiftung
Stadt Köln
IKEA Stiftung
Ponyhof e.V.
Spielcontainer für Krisengebiete
Eine Teambuildingsaktion mit der Firma HILTI kommt nicht nur dem Gemeinschaftsgefühl der Mitarbeitenden zu Gute, sondern hilft zugleich geflüchteten Kindern in Deutschland und in Ukraine.
Vier Spielcontainer sind im Spätsommer 2022 am Teambuildingtag der Firma Hilti entstanden.
2022 sind gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Firma HILTI vier Spielcontainer entstanden. Die Firma HILTI spendet die Spielcontainer an KuKuk Kultur e.V. Wir durften diese mobilen Spielplätze in von Krisen betroffenen Regionen vermitteln und aufbauen. Einer ging bereits Anfang des Jahres mit stArt e.V. , einer Organisation für Notfallpädagogik, nach Gröbenzell zur Notunterkunft für ukrainische Geflüchtete. Zwei von ihnen stehen nun in Lviv und Kharkiv und stehen nun vom Krieg betroffenen Kindern zu Verfügung. Der Letzte ist gerade mit der Organisation Stelp e.V. auf dem Weg in die Region Kiew, um auch dort in einer Unterkunft für Binnengeflüchetete aufgebaut zu werden. Durch die Zusammenarbeit haben alle Container einen Ort gefunden, an dem sie gut braucht werden.
2023 - Aufbau der Container in der Ukraine.
Man nehme 17 Schüler:innen und 3 motivierte Lehrer:innen aus Sachsenheim, einen tollen Direktor und eine Handvoll Freiwillige aus dem Kosovo und ein Spieplatzbauteam und werfe sie zusammen mit vielen Holz und Maschinen im das kleinste und jüngste Land Europas. Was zum Schluss rauskommt ist nicht nur ein wundervoller Spielplatz für die Grundschule in Runik im Kosovo, sondern ganze besondere Erinnerungen für alle.
KuKuk Move im Kosovo
Planen & Organisieren
Im Jahr 2022 haben wir beschlossen auch in diesem Jahr erneut einen Spielplatz für den guten Zweck zu bauen. Wir suchten uns also einen Ort, an dem ein Spielplatz dringen benötigt wurde und begannen dann für das Projekt Spenden zu sammeln und Anträge zu stellen, um das Geld für die Materialien, den Baggerfahrer, die Bauleiter*innen und die Reisekosten von KuKuk Move zu sammeln.
Wir sammelten Geld, in dem wir Kuchen in den Schulpausen verkauften, wir veranstalteten einen Spendenlauf, wir gingen direkt auf Menschen zu und erzählten von unserem Vorhaben und nicht zuletzt stellten wir Anträge, z.B. bei “Children for a better world”.
Der Bau des Spielplatzes war für die Pfingstferien vom 29. Mai bis zum 02. Juni 2023 geplant. Und tatsächlich schafften wir es genug Gelder zu sammeln, sodass wir im März 2023 sicher wussten, dass uns Projekt im Kosovo stattfinden kann.
Ankunft & Unterkunft
Am 27.05.2023 fuhren wir mit einem kosovarischen Busunternehmen morgens um 06:00 Uhr in Stuttgart-Möhringen los. Die Fahrt dauerte ganze 28 Stunden, bis wir endlich in Shtime ankamen.
In Shtime wohnten wir in einem Ausbildungszentrum für Pädagogen und Lehrer, direkt neben einer Schule. Die Räume waren wie Klassenzimmer, allerdings mit Glastüren, sodass es kaum Privatsphäre für uns aus der KuKuk Move Gruppe gab, was aber nicht störte, da wir uns alle schon lange kennen und ohnehin am liebsten immer als große Gruppe gemeinsam sind. Spannender war eher, dass es eigentlich auch keine Duschen gab, aber es wurden einfach Duschköpfe mit einem Schlauch am Waschbecken befestigt und da es Wasserabläufe im Fliesenboden gab, konnte man dann doch in den provisorischen Bädern stehen und sich duschen.
Noch am Sonntagabend nach unserer Ankunft liefen wir zu dem Kindergarten, wo wir die kommenden Fünf Tage bauten. Wir schauten uns zum ersten Mal das Gelände mit eigenen Augen an, unterhielten uns mit der Leiterin des Kindergartens, die uns auch die Unterkunft organisiert hatte und erkundeten uns bei Ihr welche Installationen Sinn machten und was sie sich für den Kindergarten wünschten. Mit diesen Eindrücken ging der erste Abend zu Ende und wir gingen mit den ersten Plänen im Kopf schlafen, um am nächsten Tag morgens um 08:00 Uhr fit auf der Baustelle zu stehen.
Bauen & Erfahren
Am Montag, den 29. 05. ging es dann morgens um 08:00 Uhr auf der Baustelle los. Als Erstes bildeten sich kleinere Gruppen, mit vier bis sechs Personen, die gemeinsam ein Bauwerk des Spielplatzes umsetzten, wollten. Dann wurden im nächsten Schritt innerhalb der Gruppen kreative Zeichnungen angefertigt, wie das Spielelement aussehen könnte.
Als alle ihren Plan angefertigt hatten, wurde in der großen Gruppe auf dem Bauplatz geschaut, wo die einzelnen Bauten verortet werden sollten und wie sie als Gesamtbild und spielerisch am meisten Sinn ergeben.
Als der große Plan stand, wurden alle Elemente auf dem Gelände am Boden eingezeichnet, sodass der Bagger die Löcher für die stehenden Balken ausheben konnte. Nun, wo die ersten Löcher fertig waren, stellten wir direkt die stehenden Balken hinein und stabilisierten sie mit Dachlatten, um dann den Beton in die Löcher zu füllen, der dann bis zum Folgetag aushärten konnte.
Ab dem zweiten Tag wurde dann an die festen Balken dran gebaut. Insgesamt entstand ein gigantischer Spielplatz, bestehend aus einer Hütte, mit Sandkasten, auf dessen Umfassung eine gemütliche Sitzgelegenheit zum Entspannen einlud. Daneben entstand ein kleines Außenklassenzimmer mit Sitzgelegenheiten auf verschiedenen Höhen, die gleichzeitig den Einstieg in die erste Kletterstruktur bildeten, die zum ersten großen Turm führte. Der Turm hatte im Untergeschoss einen Kiosk mit einer Theke und einem Schild, auf dem das Wort Kiosk auf albanisch zu lesen stand. Aus dem oberen Stock des Turmes führte eine weitere Kletterstruktur mit Handseillauf entlang an einem vertikal angebrachten Kletternetz zu einer Brücke, die aus schwebenden Querbalken bestand, die horizontal an Seilen aufgehängt war. Der darauffolgende Turm war etwas kleiner als der Erste und bot in sich eine Art Wendeltreppe hinunter und hatte Fenster mit bunten Plexiglasscheiben zum Hinausschauen.
Dann gab es auf der Seite des zweiten Turmes mit etwas Abstand noch eine große Nestschaukel, in die sich mehrere Kinder gleichzeitig setzen können.
Alle diese Kletter- und Schaukelelemente hatten einen 50 cm tiefen Aushub unter sich, in den ganz am Ende noch Sand als Fallschutz eingefüllt wurde, da wir einige Elemente hatten, bei denen man über einen Meter in die Höhe klettern kann.
Während der Bauzeit wurden wir immer wieder von unseren Gastgeber*innen, der Leiterin des Kindergartens eingeladen um mit ihr zu Essen. Dabei lernten wir die kulinarische Küche von Shtime kennen. An einem der Abende zeigte man uns noch traditionelle Tänze und unsere ganze Gruppe tanzte ihre Runden um den Tisch und im Gegenzug sangen wir ihnen alle gemeinsam, Hits wie “Über den Wolken” von Reinhard Mey vor.
Wir wurden auf der Straße in dem Stadtteil, wo wir auch wohnten, immer wieder angesprochen, ob wir diese Gruppe seien, die den Spielplatz baut. Dass der Kindergarten einen Spielplatz bekam und wir aus Deutschland dafür angereist waren, hatte sich in dem Stadtteil in Shtime herumgesprochen. So lernten wir auch immer wieder Jugendliche in unserem Alter kennen, die neben unserer Unterkunft in die Schule gingen. Teilweise kamen sie abends vorbei, brachten uns Softdrinks und Süßes mit und dann spielten wir gemeinsam Basketball.
Auf der Baustelle lernten wir täglich wieder neue Handgriffe, obwohl wir dieses Mal schon wesentlich geübter waren, da die meisten von uns bereits im letzten Jahr einen Spielplatz in Rumänien gebaut hatten. Aber man lernt nie aus und jedes Bauwerk bringt seine eigenen Schwierigkeiten und neuen Ideen mit sich.
Am Freitag, dem 02. Juni 2023, wurde der Spielplatz fertig. Wie auch bei unserem letzten Projekt konnte niemand vorher glauben, dass wir es wirklich schaffen in fünf Tagen all das Holz zu verbauen und damit einen fertigen Spielplatz hinzustellen. Aber tatsächlich war es wieder geglückt und die Eröffnungsfeier konnte wie geplant stattfinden. Der Vizebürgermeister kam sogar vorbei, hielt eine Rede und alle, die am Bau beteiligt waren, erhielten eine Urkunde für ihr außergewöhnliches Engagement. Dann gab es reichlich zu essen, es wurden Fotos gemacht und abends gab es erneut reichlich zu essen. Abends packen wir dann wieder all unsere Sachen, da wir schon am nächsten Morgen die Rückreise antraten.
Im späten Juni 2023 reiste die 8. Klasse der Waldorfschule Wiehre nach Kroatien, um für die Waldorfschule Zagreb einen Spielplatz/Außenklassenzimmer für die Unterstufe zu bauen. Unter der warmen Sonne arbeitete die Schülergruppe Hand in Hand, um nicht nur einfache Spielgeräte, sondern eine Art gallisches Dorf aus mehreren Hütten mit verbindenden Kletterelementen zu schaffen. Die kreativen Tage waren erfüllt von fröhlichem Lachen und dem Klirren von Werkzeugen, während sich einfache Materialien und eine unbespielte Wiese in einen lebendigen Spielplatz und ein inspirierendes Außenklassenzimmer verwandelten.
Nach langer COVID-bedingten Pause kann das KuKukKultur-Team am 21.3.2022 endlich den geplanten Spielplatzbau für den Kindergarten von der NGO just.childhood in Angriff nehmen. Dafür reist das KuKuk-Team reiste mit drei ehrenamtlichen Spielplatzbau-Expert*innen an. Mit der organisatorischen Unterstützung des Personals des Kindergartens im Hintergrund konnte so ein wundervoller Abenteuerort für die Kinder des Shatila Flüchtlingscamp entstehen.
Der Kindergarten liegt am Rande des Shatila Flüchtlingscamp und betreut 80 Kinder aus dem Camp. Das Viertel wird mehrheitlich von muslimischen Paläsinenser*inne bewohnt. Die Gebete der Muezzine, welche über die Lautsprecher verstärkt werden, erfüllen zu Gebetszeiten die Gassen des Viertels.
Als das Bauteam im Kindergarten in Beirut ankam, liegt das Holz, welches 2019 nach Balbeek gesendet wurde, schon bereit. Es wurde kurz vorher von Balbeek nach Beirut transportiert. Nach der ersten Besichtigung des Bauplatzes und dem Austausch mit der Koordinatorin des Kindergartens Hilda Alshoura, werden die Pläne und Idee nochmal besprochen und an den örtlichen Begebenheiten angepasst, sowie mit den Wünschen der Erzieher*innen und der Kindern abgestimmt. Dann konnte der Bau des Spielplatzes losgehen.
Zunächst wird der bereits vorhandene Sandkasten so positioniert, dass die weiteren Spielelemente um diesen herum gebaut werden können. Eine Besonderheit, die an diesem Bauplatz zu beachten war, ist die fehlende Möglichkeiten, die Bauelemente zu fundamentieren. Somit müssen die Ideen in sich stabil gebaut werden. Kein Problem für die erfahrenen Spielplatz-Expertenteam von KuKuk Kultur. Geplant ist um den Sandkasten herum unterschiedliche Spielpunkte zu kreieren, in denen die Kinder sowohl frei und bewegungsreich Spielen können, aber auch die Möglichkeiten für Rollenspiel und ruhiges Spiel haben.
In den ersten Tagen entsteht um den Sandkasten herum ein Aufstieg, welches zu einem Podest mit einer Überdachung führen. Ein Brücke führt von der gegenüberliegenden Seite an der Wand entlang und ebenfalls auf das Podest.
Von dort aus wird eine Rutsche in den Sandkasten führen. Parallel baut ein anderer Teil des Teams einerseits an einem Märchenturm und einem weiteren Sitzpodest mit Überdachung zum Rückzug, aber auch als Aussichtspunkt. Auch Rollenspiel-Elemente wie eine Kaufladenfenster sind hier zu finden.
Farbige Plexiglasplatten schaffen an mehreren Punkte ein farbiges Lichtspiel innerhalb des Spielerlebnisses.
Es ist uns wichtig, die Wünsche und Meinung der derjenigen, die den Platz nutzen werden, in die Gestaltung einzubringen. Darum sind wir auch während Bauphase immer wieder im Austausch mit Wiebke, Hilda und ihren Kolleg*innen. So wurde Beispielsweisen eines der ursprünglich geplanten Hochbeete, welcher durch seine Form an ein Schiff erinnerte, auf Wunsch dieser schneller Hand zu einem Spielschiff umgeplant.
Während des Bau wurde unser Team unterstützt von Freiwilligen und dem Team des Kindergartens. Sowohl auf organisatorischer als auch persönlicher Ebene kann man sagen, dass die Zusammenarbeit für alle sehr bereichernd war.
Auf Grund des Platzmangels auf der Terrasse waren die Kinder lediglich während der Essenspausen zu sehen. Wir hatte jedoch das Glück, dass der Spielplatz am palästinensischen Gedenktag, dem „Tag des Bodens“ eröffnet wurde. Alle Kinder und Erzieher*innen präsentierten sich in ihrer traditionellen Tracht auf der Terrasse des Kindergartens. Ganz auf traditionelle Weise wurden gemeinsame palästinensische Lieder gesungen und das traditionelle Gericht Mankousch zubereitet. Zum Schluss der Feierlichkeit wurde der Spielplatz eröffnet und für die Kinder freigegeben.
„Im bewegt Alltag lässt die Stimme des Gebets einen kurz inne halten und sich bewusst zu werden wo wir eigentlich im Moment sind. Es ist ein besonderes Gefühl in einen solchen geschichtsträchtiger Ort zu treten. Vor allem Kindern, welche ein so schweres transgenerationales Trauma mit sich tragen, einen Glücksort zu schenken, ist eine besondere Aufgabe.“ Ganimete Pronaj, Projektleitung KuKuk Kultur e.V.
„Die Erfahrung in Beirut, einer Stadt voller Paradoxien und Gegensätze, in einem scheinbar vergessenen Stadtteil zu bauen, bereichert mein Leben nachhaltig. Wir haben in einem Ort, an dem Schüsse von Maschinengewehren und der Gesang der Muezzin zum Alltag gehören, mit dem Spielplatz eine friedliche Insel für die Kinder geschaffen.“ Simon Pressel, freiwilliger Spielplatzbauer.
Im Juni war unsere neue Jugendgruppe “Kukuk Move” in dem wunderschönen Dorf Dobin in Rumänien. Innerhalb von fünf Tagen ist ein großer Spielplatz hinter der kleinen Bibliothek des Dorfes entstanden.
Vor dem Haus, von der Straße gut sichtbar, entstand ein Schiff. Es lädt alle Kinder direkt dazu ein, den Spielplatz zu betreten.
Der Bau des Spielplatzes wurde nicht nur von “KuKuk Move” vorangetrieben, sondern auch von vielen Helfern, die den Bau meist erst gespannt beobachteten und dann in die Arbeit mit einstiegen.
Durch die Lage des Spielplatzes und die enge Zufahrt für den Bagger brauchten wir diesen nicht wie gewohnt nur am ersten Tag, sondern ganze drei Tage.
Aber alle arbeiteten so eng zusammen, dass wir uns schon nach zwei Tagen trotz Sprachbarriere quasi blind verstanden.
Der Spielplatz wurde gigantisch.
Während vor dem Haus das Schiff und eine Wippe ihren Platz fanden, stand auf der gegenüberliegenden Seite des Hauses eine Schaukel mit zwei Sitzen. Hinter dem Haus entstand ein riesiger Kletterpark mit Balancierbalken, schwebenden Palisaden, Brücken, Kletternetzen, Balacier-Seile und das alles gipfelte in einem großen Turm, den man von den anderen Seiten über eine Kletterwand oder über Kletternetze besteigen konnte. Und als ob das noch nicht genug wäre, konnte man in einer Ecke des Gartens auch noch eine große gemütliche Hollywoodschaukel finden.
Innerhalb von 5 Tagen war das Holz bis auf den letzten Balken komplett verbaut.
Noch bis heute bekommen wir über Nachrichten und Bilder aus Dobrin, wie herrlich die Kinder diesen wunderschönen Spielplatz genießen.
Folgen sie “KuKuk Move” auf Instagram!
Gemeinsam stark!
Auf die greichischer Insel Paros haben gemeinsam wir mit einer Gruppe Stuttgarter Jugendlichen aus den Jugendhilfeeinrichtungen St. Josef und ProKids gebaut. Bevor der Spielplatzbau beginnt, wurden die Jugendlichen und das Bauteam zu einer Empfangszeremonie in die Schule eingeladen. Hier wurden die Jugendlichen mit Tänzen, Liedern und kleinen Geschenken von den Kinder willkommen geheißen.. Damit war das Eis gebrochen und Unsicherheiten über Kommunikation oder kulturelle Unterschiede aufgelöst.
Am ersten Projekttag trafen sich das KuKuk Kultur Team, gemeinsam mit den Jugendlichen und Vertreterinnen von der Schule zu einer Planungsrunde. Zunächst berichteten die Eltern von der Schule von den prekären Situation der Schule, sowie den Wünschen und Fantasien der Kinder über ihren neuen Schulhof. Anschließen laufen wir gemeinsam über den kargen Schulhof, um uns selber ein Bild zu machen und erste Idee entstehen zu lassen. Die Jugendlichen finden sich in Gruppen zusammen, um gemeinsam eine Idee für eine Spielelement zu entwickelt. Diese werden am nächsten Tag präsentiert und gemeinsam mit den Bauanleiterinnen von KuKuk Kultur e.V. zu einer Gesamtplanung zusammengeführt.
Als die Pläne einmal stehen, gibt es vom Bauleiter Johannes Lemcke-Hühner eine sicherheitstechnische Maschineneinweisung für alle Beteiligten. Dann können die Jugendlichen loslegen, ihre Ideen umsetzen. Beim ersten Schritt, dem aus heben der Fundamentlöcher, sowie der Fallschutzräume, steht die Bautruppe schon vor er ersten Herausforderung: Unter einer ca. 20 cm Erdschicht, stoßen wir auf Marmor. Schnell musste ein neuer Plan her. Danke der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Paros, konnten wir entsprechende schwere Geräte bekommen, welche die Fundamente für uns mit einem riesigen Pressluftbohrer aushämmern konnten. Ein spektakulärer Anblick!
Solange gingen die weiteren Vorbereitungen mit den Jugendlichen weiter. Gemeinsam mit den begleiteten Anleiterinnen werden die Ideen in Konstruktionen in den nächsten Tagen umgesetzt. In diesem Prozess können sich die Jugendlichen kennenlernen und die Gruppe formt sich. Trotz des Altersunterschiedes entstehen sehr schnell Kontakte und eine ausgeglichene Gruppendynamik, in der sich jeder gesehen und akzeptiert fühlt.
**„Die Dynamik der Spielplatzbaus hat sich auf das ganze Dorf übertragen. Alle freuen sich so sehr, dass ihr da seid und über das Engagement der Jugendlichen. Jeder möchte etwas dazu beitragen. Hier entsteht gerade etwas ganz besonders!“, ** sagt Evi Koutsospirou, Mitglied des Elternbeirates der Grundschule in Marpissa mit leuchtenden Augen. Der herzliche Empfang von der Schule trug zu einer besonderen Wohlfühl-Atmosphäre bei. Die Bautruppe wurde täglich von Eltern der Schule und Freund*innen von der Insel verpflegt und umsorgt. Auch die Kinder und Eltern der Schule halfen beim Bauen mit. So entstanden auch unter Ihnen Beziehungen.
Dieses Projekt wurde unterstützt von Caritas Stuttgart, St. Josef Stuttgart, Kiwanis
Hilfsfond, Stiftung Evidenz, Children for a better world.
Vielen Dank an unsere Unterstützer*innen!
Wir haben einen Spielplatz an der Waldorfschule in Saguramo entworfen.
Mit der Unterstützung von Erasmus+ konnten wir dieses Projekt realisieren.
Die Cysartiela Schule in Saguramo wurde 2019 mit dem Verein “Cysartiela e.V.” gegründet. Bislang gibt es 5 Klassen, die die Schule besuchen.
Im Sommer 2022 haben wir mit 20 tatkräftigen Helfern aus Deutschland, zusammen mit Jugendlichen aus Georgien, innerhalb einer Woche einen Spielplatz gestaltet und gebaut.
Nicht nur die Tatsache, dass es das erste Auslandsprojekt ist seit der Pandemie ist, macht unser Projekt in Sansibar zu einem besonderen - an diesem Projekt sind viele besondere Menschen beteiligt, die die Zanzibar Steiner School auf der halbautonome Insel Tansanias zu einem ganz wundervollen Ort werden lassen.
Gerufen wurden wir zunächst einmal von den zwei frisch gebackenen Stuttgarter Abiturienten Fabio Perol und Oskar Huber. Wie die meisten wollen sie ihre neu gewonnenen Freiheit genießen und die Welt sehen. Für die beiden ist jedoch klar, dass sie mehr wollen als nur reisen. Sie wollen ihre Zeit nutzen, um etwas nachhaltiges entstehen zu lassen. Also beschließen Fabio und Oskar, die nicht nur vom Zirkus begeistert sind, sondern selbst auch ziemlich talentiert darin sind. Um ihre Begeisterung weiterzugeben, reisen für einen Freiwilligen Dienst nach Sansibar. So sind die beiden in der Zanzibar Steiner School auf der tropischen Urlaubsinsel gelandet.
Die Insel ist vor allem erstmal bekannter als die tropische Touristeninsel. Doch einmal dort angekommen stellt man schnell fest, dass die Insel zwei Gesichter hat. Neben dem luxuriösen Strandtourismus, leben viele Sansibaris auf der Insel in Armut. Staatsschulen in Tansania sind unterfinanziert, karg und lieblos eingerichtet. Die Zanzibar Steiner School ist eine Waldorfschule, welche Schüler*innen, die in besonders schwierigen familiären Umständen aufwachsen, darunter sind viele Waisenkinder, unterrichten.
Fabio und Oskar haben ihr Zirkusequipment im Gepäck und legen gleich los mit ihrem Zirkusprogramm. Doch das ist Ihnen noch nicht genug. Sie wollen etwas hinterlassen, was über ihren begrenzten Zeitraum hinaus wirkt. Darum sammeln die beiden fleißig Spenden für einen Abenteuer-Spielturm für die Schule und holten uns, das Team von KuKukKultur e.V. ins Boot. Unser Team gemeinsam mit Fabio, Oskar und der ganzen Schule eine Woche lang an einem wundervollen Spielparadies für die Schüler*innen.
Projektfahrt “Menschen begegnen ”
„Niemand hat die Absicht, einen Spielplatz zu errichten“
Unser Projekt war von Anfang an eine Herausforderung. Schon bevor wir überhaupt losfahren konnten, um unseren Spielplatz im Kosovo zu bauen, gab es einige Schwierigkeiten und Rückschläge. Unsere schöne Idee für diese Projektfahrt erwies sich als schwieriger umzusetzen als gedacht.
Der Verein KuKuK-Kultur e.V. baut gemeinnützig Spielplätze in armen Ländern und ehemaligen Krisengebieten. Dies fanden wir sehr passend für unser Projektthema, besonders da Herr Juli bereits Erfahrungen mit derartigen Projekten gesammelt hatte und uns davon sehr positiv berichten konnte. Also setzten wir uns mit KuKuK in Verbindung, um ein solches Projekt zu planen. Sie machten uns verschiedene Vorschläge und nach kurzen Überlegungen entschieden wir uns für eine Schule in Shtime im Kosovo. Die ersten Probleme traten bei der Sammlung des Geldes auf, da so gut wie alle unsere Anträge an verschiedene Stiftungen abgelehnt wurden. Ein Antrag von Ganimete von KuKuK-Kultur kam dann jedoch durch und wir konnten das Projekt finanzieren. Die nächste Schwierigkeit waren dann die Eltern, die einige Bedenken hatten, weshalb manche ihre Kinder nicht mitschicken wollten. So fuhren wir letztendlich mit einer Gruppe von 17 Schüler*innen und drei Lehrkräften, Frau Akay, Frau Wersing und (ganz wichtig) Herr Juli mit dem Bus ca. 24 Stunden in den Kosovo. An der kosovarischen Grenze hatten wir kurz Angst, dass June und Merit nicht einreisen dürfen, da sie nur vorläufige Personalausweise vorweisen konnten. Der Busfahrer kannte jedoch die Kontrolleure, und wir durften doch alle einreisen.
Schon bei unserer Ankunft erwartete uns das nächste Problem – das Holz konnte noch nicht über die Grenze gebracht werden. Das war nicht weiter schlimm, da wir davon ausgingen, trotzdem rechtzeitig fertig werden zu können. Unsere erste Begegnung war eine sehr positive mit dem Hotelmanager und –personal, von dem wir sehr freundlich empfangen wurden. Am ersten ganzen Tag vor Ort fuhren wir für eine Stadtbesichtigung nach Prizren. Egal wohin wir gingen, wurden wir von den einheimischen Menschen sehr interessiert angestarrt. In der Stadt haben wir unter anderem eine alte Moschee besichtigt, in der wir einer netten älteren Dame begegneten, die uns etwas über die Moschee erzählte. Im Anschluss fuhren wir zum ersten Mal zum Bauort. Dort haben wir den Schulleiter, den Hausmeister und noch ein paar andere Leute der kennengelernt, die uns eine Führung durch ihre Schule gaben. Am selben Tag lernten wir auch das KuKuK-Team – Johannes, Clemens, Tian und Ganimete - kennen, die uns mitteilen mussten, dass es mit dem Holz noch länger dauern würde. Schon an diesem Abend spielten viele Kinder auf dem Hof, die uns sehr interessant zu finden schienen.
Auch wenn es beim Bau immer weitere Rückschläge gab und das Holz letztendlich erst am Tag unserer Abreise kam, haben wir uns nicht unterkriegen lassen und das Beste aus unserer Situation gemacht. Wir haben die Fußballtore angemalt und Netze angemacht, einen Fahrradparcours errichtet und Sitzgelegenheiten gebaut. Letztendlich haben wir noch mit anderem Holz eine Schaukel, eine Wippe, einen Sandkasten und einen Kletterparcours gebaut. Während des gesamten Baus waren wir von den Grundschülern umgeben, die ganz begeistert von uns und unserer Arbeit waren. Wir waren überwältigt von der allseitigen Freundlichkeit und Dankbarkeit und von den Geschenken, die wir von Kindern und Eltern immer wieder bekommen haben. Besonders süß waren die kleinen Mädchen, die einfach ankamen und uns umarmt haben.
Die eindrucksvollste Begegnung war der Abend bei Mohammed. Bei ihm zuhause haben wir gemeinsam mit den KuKuK-Leuten und seiner Familie ein traditionell kosovarisches Essen gegessen. Frau Akay war ganz begeistert von den Hühnern und hat kurzerhand eins zum Mitnehmen angeboten bekommen. Dann hat der Hausmeister der Schule über sein Autoradio ganz laut albanische Musik angemacht und alle, die es konnten haben angefangen, einen albanischen Tanz zu tanzen. Ganimete hat uns den Tanz dann beigebracht und wir haben stundenlang mit den Töchtern von Mohammed, kleinen Kindern, den KuKuK-Leuten und anderen, die sich noch eingefunden haben, getanzt. Die Stimmung war ausgelassen, offen und herzlich und es war ein wunderschöner Abend, auf den wir mit einem sehr positiven Gefühl zurückblicken.
Am selben Tag ein paar Stunden zuvor sind wir gemeinsam mit dem KuKuK-Team von der Schule aus zu einem wundervollen Wasserfall gefahren, der von Felswänden umfasst war und einen schönen Badesee bildete. Wir sind fest davon ausgegangen, dass es für uns keine Möglichkeit geben würde baden zu gehen, weshalb es umso besonderer war, an diesem traumhaften Ort gemeinsam baden zu gehen.
Unsere Klassenfahrt war trotz der Rückschläge eine tolle Erfahrung. Es ist sehr schade, dass wir mit schlechterem Holz bauen mussten und der Spielplatz dadurch nicht so lange halten wird, aber wir haben etwas für die Kinder dort getan und hinterlassen, worüber sie sich sehr freuen. Alles in allem war es also doch ein Erfolg. Wir sind als Klasse ein Team geworden und der Umgang untereinander ist nun viel vertrauter und lustiger. Gerade für die Zehntklässler war es ein perfekter Abschluss und für die meisten war es die schönste Projektreise die sie je in der Schulzeit hatten.
Lilia Morgenstern & June Schütze
Die 8. Klasse der Michael Bauer Schule in Stuttgart plant und organisierte über ein Jahr den Spielplatzbau für die junge Waldorfschule in Vallgorguina. Mit vielen kreativen Ideen von Kuchenverkauf bis Straßenzirkus sammelten sie die Spenden und bereiteten gemeinsam mit dem KuKuk Kultur Team ihre soziale Klassenfahrt vor.
In Spanien angekommen wurden sie herzlich von den dankbaren Schüler*innen und Eltern der kleinen Schule in Empfang genommen und zauberten gemeinsam den Schulhof zu einem verspielten Abenteuerraum.
Neben den tatkräftigen Arbeitstagen eröffnete sich hier für die Klasse ein internationaler Begegnungsraum in der sie Menschen begegnen konnten und in den Alltag einer anderen Kultur eintauchen konnten.
Eine ganz besondere Art eine Klassenfahrt zu verbringen!
Alles stand kurz still…
Ein Besuch in Rech
Zwischen zutiefst erschrocken und betroffen von den Folgen des mächtigen Hochwasser, erstaunt über die die Schönheit der umliegenden Natur und und berührt von der Kraft der Menschen aus dem Dorf. Dieser Eindruck bleibt nach unserem Besuch in Rech, dem an dem wir den ersten Spielcontainer zusammen mit den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. und „Aktion Deutschland hilft“ aufstellen.
Alles stand kurz still als die Nachricht über die Flut Deutschland erreicht. So ein Ausmaß an Zerstörung und Naturgewalt kannten wir in unseren Breitengraden bisher noch nicht. Trotz der erschütternden Erfahrung halten die Menschen zusammen und arbeiten gemeinsam, um ihr Dorf wieder aufzubauen. Es wird bestimmt ein weiter Weg bis wieder Normalität in ihr Alltag zurückkehrt. Wir freuen uns, dass wir einen kleinen Teil dazu Beitragen konnten.
Danke an Thomas Müller für den Artikel zum Projekt in Rech im Fachmagazin Playground + Landscape. **Zum Artikel bitte hier klicken! **
Eine Anekdote aus Eschweiler
„..ist ja schön und gut, was Sie da tun und erzählen, aber lassen sie mich Ihnen was erzählen… Ich saß den Tag auf dem Dachboden und dann 3 Tage im obersten Stockwerk meines Hauses. Der Rest des Hauses stand komplett unter Wasser und es gab keine Kontaktmöglichkeit nach draußen. Es war unvorstellbar schrecklich..
Als ich später wieder in mein Haus konnte, blieb ich vor meinem Tisch stehen. Da stand vor der Katastrophe ein kleiner Blumentopf mit eine kleinen Rose. Er war nicht mehr auf dem Tisch, sondern rechts daneben auf dem Boden. Als ich den Blumentopf bemerkte, sah ich, dass der Topf noch überdeckt war von Schlamm. Und die Blüte, nur die schaute oben heraus. Sie hat es überlebt und blühte prachtvoll weiter. Ein wunderbar wohliges Gefühl macht sich in mir dann breit. Ich habe mich so gefreut darüber. Denn es ist so symbolisch für diese Erfahrung. Die Rose ist das kleine bisschen Hoffnung und Kraft, die wir noch haben. Vieles ist kaputt gegangen, aber nicht alles und damit machen wir jetzt weiter…“
Stolze Augen und lachende Münder!
Nicht nur die Kinder und Jugendlichen freuen sich, als sie nach so langer Zeit wieder in die Schule gehen und ihre Freunde wieder treffen können. Auch wir freuen uns rießig, dass wir seit 2019 wieder das erste Beteiligungsprojekt umsetzen können.
Gebaut haben wir mit den DK-Klassen der Mörikeschule. Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler haben uns vier Tage lang abwechselnd beim Bau eines Balancierspielgerät und einer Chillerecke tatkräftig unterstützt.
Es war toll zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen die Begegnung und das handwerkliche Wissen motiviert aufsaugen. Die Arbeitsschritte waren schnell gelernt und selbst die erstSchüchternen konnten zum Schluss mit Flex und Bohrmaschine umgehen wie richtige Profis. Im gemeinsamen Arbeiten überwinden wir sprachliche Hürden und erschaffen gemeinsam ein Wunderwerk. Stolz glitzern die Augen der Kinder und ihre Münder hören nicht mehr auf zu lachen. Wir haben also unser Ziel erreicht!
Beteiligte:
Grund- und Werkrealschule Mörikeschule, Nürtingen
Viola Berlin, Direktorin
Rotary Club Nürtingen
Neue Wege finden für die Kinder im Erdbeben gebiet!
Seit letztem Jahr steht sowie so schon alles aufm Kopf, für viele Kinder in Petrinja, Kroatien hat sich jedoch nach den Erdbeben Ende letzten Jahres plötzlich alles geändert. Viele können seit dem nicht mehr in ihrem eigenen zu Hause bleiben, weil sie entweder zerstört wurden oder nicht sicher sind. Der kroatische Verein “Die Stimmt der Unternehmer” hat schnell reagiert und das Projekt “Zentrum für neues Leben”, ein Notunterkunftkonzept ins Leben gerufen, indem sowohl die wohnungslosen Menschen als auch die Geschäfte ein neues zu Hause finden.
Auch wir wurden zur Hilfe gerufen, um vor allem den kleinen Menschen etwas Normalität wieder ins Leben zu bringen und Ihnen einen Raum zum spielen und wieder Kind sein zu geben. Trotz der erschwerten Bedingungen der Pandemie, fanden wir einen Weg und viele Unterstützer*innen, um dieses Projekt zu ermöglichen. So konnten wir kurz vor den Osterfeiertagen mit einem Spielcontainer im Gepäck nach Petrinja fahren und dort einen tollen Spielplatz bauen.
Schulhofumbau in Partizipation
Wer sollte Schulhöfe gestalten? Wir finden: diejenigen, die Ihn nutzen!
Sie sind die Profis. In einem Workshop wurden zunächst Ideen mit Schülerinnen und Schülern entwickelt.
Einige Wochen später packen dann mehrere Schulklassen mit an Umsetzung dieser Ideen. Das Ergebnis: ein neuer Platz zum Spielen, Klettern und Toben.
Eine grüne Spieloase für das Rollstuhltherapiezentrum Addis Guzo in Addis Abeba
Projekttitel: Die Mauer
Addis Guzo hat es sich als NGO in Addis Abeba zur Aufgabe gemacht, benachteiligten Menschen vor Ort zu helfen. Ein Schwerpunkt der Arbeit sind Kinder, die mit körperlichen und seelischen Einschränkungen leben müssen, was in einem Land wie Äthiopien besonders schwierig ist. Familien werden in das Daycare Center geholt und dort unterstützt und beraten. Eltern werden angeleitet, wie sie gemeinsam mit ihren Kindern den Alltag besser bewältigen können. Die Kinder werden außerdem physiotherapeutisch treut.
Im Addis Guzo Zentrum stehen bereits eine voll ausgestattete Werkstatt um Rollstühle anzupassen mitsamt speziell dafür ausgebildetem Mechanikerteam, ein Tanzraum, ein Rollstuhl-Basketballfeld und kunsthandwerkliche Werkstätten.
Was Addis Guzo noch fehlt, ist ein grüner, rollstuhlzugänglicher Spielgarten, der dazu einlädt, die Welt mit allen Sinnen zu entdecken.
Dieser wird mit einer Gruppe von Freiwilligen aus Deutschland, Äthiopien und der Schweiz innerhalb von zwei Wochen in einem beeindruckenden Projekt umgesetzt. Der Platz vorher und nachher ist kaum mehr wiederzuerkennen!
Besonders und wichtig dabei: die Kooperation von drei unterschiedlichen Vereinen und das zusammenführen der unterschiedlichen Fähigkeiten und Techniken: Lehm- und Bambusbau, Holzverarbeitung, Metallverarbeitung, Rollstuhlfachwissen.
Unser Highlight: Bäne und das Rollstuhlmechanikerteam von Addis Guzo bringen an die von Kinderland Emsland gesponserte Partnerschaukel ein einzigartiges Klicksystem an, das einen raschen Wechsel von der normalen Sitzfläche zu Sitzschalen mit Kopfstützen, seitlicher Führung und Fixationsgurten ermöglicht, damit auch Kinder mit schwersten Beeinträchtigungen die Schaukel benutzen können. Toll!
Ein Kooperationsprojekt mit
Addis Guzo
Rollaid
Qualifutura
A PLAYGROUND FOR A POOR COMMUNITY
Projectteam and main participants were 12th graders of the Waldorfschule Silberwald consisting of 24 students.
The class about her intensions: “We didn’t want to rest our legs during our graduation trip. We had the intension to do a social project together. Our class decided for Georgia independently, as the residents are poor, but the country has an moving history and interesting landscape. A combination we would like to explore for another week after the project.” Contacts were established quickly through the network of the Waldorf community worldwide. An initiative from Batumi, located at the Black Sea, connected us with the municipality which allowed us to do a public playground project. Three days before the project started: shock! The project location we agreed to is cancelled due to a planned demolition of a building nearby…
Spontaneously another possibility shows up: at the end we are building in a courtyard, surrounded by four big houses. The location turns out perfectly for the project: as all the balconies of the inhabitants face the construction site contacts are made quickly. Once we explained our project ideas friends are made quickly and support in many ways is offered. Throughout the whole week the community is strengthened and at the end every participant knows where to go for electricity, a coffee, a ride, material questions or just for a nice little chat.
Surprising visitors: Jan and David, Go Happy , two artists on a trip around the world came by and stayed for the project. Their presence always enriches projects as they make circus with the kids: slackening, juggling and acrobatics and clowning.
We didn’t only build a playground. We were allowed to get a deep insight in the Georgian way of life and culture. The locals told their stories and made barbecue mussels on the fire pit for us.
At the end of the week we said goodbye to new friends of a former unknown country.
SPIEL UND RÜCKZUG FÜR MENSCHEN, DIE DAS SCHICKSAL BESONDERS HART GETROFFEN HAT
Das IMECE-Dorf (benannt nach dem lokalen, türkischen Partnerverein von STELP: Imece inisiyatifi) ist ein Selbstversorgerdorf, das nahezu autark funktioniert. In der Türkei gestrandete Flüchtende, die mit besonders schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen haben, werden
hier für zwei Wochen aufgenommen, vor allem Frauen mit Kindern.
Ziel ist es, dass diese Frauen und Kinder zur Ruhe kommen, neue Hoffnung schöpfen und sie in ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben begleitet werden.
Leander Dreissig, TOLLEREI, und das Team von STELP organisierten
dafür ein bunt gemischtes Team aus Freiwilligen. Die Stimmung ist bestens: eine Woche lang wird gemeinsam gearbeitet und gelacht
(sehr viel gelacht…). Oft pfeift der kühle Wind der Ägäis um die Baustelle
und unsere Ohren. Der gesüßte Schwarztee (Mischungsverhältnis halb Tee halb Zucker!) ist dann eine nicht nur gesellige Unterbrechung,
sondern wärmt auch schön von innen heraus.
Der alte, in sich zusammenfallende Spielplatz wird umfunktioniert und im KuKuk-Stil schief mit eingebaut. Es werden Orangenbäume und Lavendelbüsche gepflanzt, Sitzgelegenheiten gebaut und Treppenstufen
angelegt. In nur wenigen Tagen steht er, der Spielplatz für Imece.
Das gemeinsame Mittagessen ist besonders toll. Die türkischen Frauen (alles lokale Freiwillige!) versorgen uns mit wunderbarer traditioneller
Kost.
Kooperationsprojekt mit
- Stelp e.V. , Stuttgart
- Tollerei, Uhingen
- Imece inisiyatifi, Çeşme
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
SPIELEN OHNE ZEUG?! KINDHEIT STATT KINDERHEIRAT
Malawi ist auf Platz sechs der ärmsten Länder der Welt. Bildungseinrichtungen sind nur unzureichend vorhanden, die Analphabetenrate ist hoch. Noch immer herrscht die Meinung vor, dass eine frühe Heirat besser für ein Mädchen ist als Schulbildung. Noch immer sind Kinderehen an der Tagesordnung.
Wir setzen ein Zeichen für Kindheit und bauen an dem gerade neu eröffneten TAWUKA Kindergarten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen einen Spielplatz.
Angekommen dort erwarten uns zwar ein Gebäude, Kinder und Pädagogen, darüber hinaus jedoch rein gar Nichts. Kein einziges Möbelstück steht im „Klassenraum“, kein einziges Spielzeug ist hier weit und breit zu finden. Das tägliche Highlight für die Kinder ist es, wenn alle paar Stunden ein Bus vorbeifährt. Dieser wird dann laut bejubelt und beklatscht, aber spannender wird es im Alltag nicht mehr.
Mit einem neunköpfigen freiwilligen Team haben wir innerhalb von sieben Bautagen unser Ziel erreicht und noch ein klein wenig mehr: gemeinsam mit lokalen Handwerkern, Schülerinnen und Schülern, Pädagogen und Nachbarn haben wir zwei Spielbereiche gestaltet.
Einen für die kleineren Kinder mit großem Sandspielbereich, Schaukel, Spielhäusschen, Kletterstämmen und -Brücke und einem bekletterbaren Vogelnest.
Ein weiterer Bereich ist für größere Kinder und noch abenteuerlicher: ein Baumhaus kann über Kletterstämme erreicht werden und über eine Holzrutsche wieder verlassen werden. Bänke im Baumschatten bieten Platz für die Mütter und Großmütter, die neben dem Spielplatz Wäsche am Brunnen waschen. Absolutes Highlight der Kinder hier: die Wippe auf der bis zu 25 Kinder gleichzeitig spielen können.
Außerdem haben wir aus Naturmaterialien Spielzeuge gebaut:
Stelzen, Tiersafari aus Holz, Springseile mit Holzgriffen, Holzbagger, Sandelspielzeug, Schüttgut zum Sortierspiel, Holzbauklötze,Stapelspiele
Sollten diese Spielzeuge kaputt gehen oder mehr davon benötigt werden, können die Locals nun selbstständig Nachschub produzieren.
Den Grundstein dafür haben wir gelegt: lokal, nachhaltig, sinnstiftend!
Das Projekt wurde unter anderem gefördert von:
Ein Herz für Kinder
AUS JAHRESPROJEKT “SPUREN HINTERLASSEN” WIRD SCHULPARTNERSCHAFT
Die Schule in Dobra besuchen 500 Schülerinnen und Schüler und das obwohl das Dorf selbst nur rund 1000 EinwohnerInnen hat. Im Umkreis von sieben Kilometern ist es die einzige Schule. Die Montessori Schule Potsdam hat für das Projekt „Spuren“ gezielt polnische Schulen
angeschrieben, um eine Schulpartnerschaft zu etablieren. Das gemeinsame Bauprojekt soll zum Auftakt für eine längerfristige Partnerschaft werden. Darum geht der Aktion in Polen auch ein Besuch der polnischen Schule in Potsdam voraus.
Die Gruppe Schreibt über das Projekt: “Wir, die Gruppe „Spuren“ von der Montessori-Oberschule Potsdam, haben in Kooperation mit KuKuk Kultur e.V. in Dobra einen Spielplatz gebaut. Dobra ist ein kleiner Ort, inmitten von Polen, mit einer Schule ohne Pausenspielplatz.
Inzwischen steht ein gigantischer Spielplatz samt Schaukel und Wippe auf dem Schulhof. Der Bau hat insgesamt fünf Tage gedauert. Allein hätte
man das nie geschafft, deshalb sind wir auch so glücklich, so freundliche Unterstützung von vier Profis und den polnischen Schülern gehabt zu
haben. Bereits nach zwei Tagen stellte sich eine gewisse Routine ein. Man wusste, mit dem Werkzeug umzugehen und fand schnell seinen Platz in der Gruppe. Doch es war nicht immer alles einfach. Das Robinienholz war schwer zu bearbeiten und dass die Schrauben ständig abbrachen, machte
die ganze Sache nicht leichter. Ein noch sehr frustrierender Punkt war, dass nicht alle die Bohrer ordentlich weggeräumt haben, sodass diese am nächsten Tag dementsprechend nicht aufgeladen waren. Doch glücklich war man am Ende des Tages immer, die Fortschritte waren einfach großartig zu beobachten. Schon am ersten Tag, als die Skizzen nach 30 Minuten fertig waren und die Löcher für die Pfähle gebuddelt wurden, hatte man das Gefühl, es passieren Wunder. Auch wenn nicht immer alles so lief wie geplant, musste man sich der Herausforderung stellen. Es war zwar vom ersten Tag an nicht leicht, amBall zu bleiben, aber im Endeffekt haben wir viel mitgenommen. Nicht nur die Grundkenntnisse mit den Materialien und den Werkzeugen, sondern auch bei Wind und Wetter auf einer Baustelle zu arbeiten.”
Als gemeinsamen Projektabschluss pflanzen wir auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler noch zwei Bäume: eine Kirsche und eine Pflaume. Diese Bäume sollen symbolisch für die neue Partnerschaft
stehen, die frisch gepflanzt nun Wurzeln schlagen und Früchte tragen soll.
EIN MARODER SPIELPLATZ MUSS ERSETZT WERDEN
St. Christoph ist die älteste Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Freiburg. Rund 200 Menschen leben hier, die Hälfte davon sind Kinder. Der Großteil der hier lebenden Menschen sind Roma, viele kommen aus Serbien, aber auch aus Syrien, Albanien, Nigeria… Die Zimmer sind klein,
das Gelände heruntergekommen und vermüllt. Kaputte Fensterscheiben und defekte Fahrräder, jede Menge Scherben. Das und auch die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Zugehörigkeiten sorgen für Konflikte in der Enge der Unterkunft. Die Kinder sind schon im Kleinkindalter ohne Begleitung von Erwachsenen draußen unterwegs. Das Umfeld ist jedoch ziemlich kinderunfreundlich: mehrspurige Straßen, ein Gewerbegebiet, die Messe und der Flughafen grenzen hier an. Ausgangslage für das Projekt ist, dass der marode alte Spielplatz
ersatzlos abgerissen werden soll.
Zum Zeitpunkt der Umsetzung sind Ferien, vielen Kindern ist langweilig und sie haben einen riesigen Energieüberschuss, der abgebaut werden
möchte. Da kommen wir Spielplatzbauer mit großen Holzstapeln, spannenden Werkzeugen und lauten Maschinen gerade recht. Über vier
Tage hinweg wird gesägt, geschraubt, gehämmert und geschliffen. Dieses gemeinsame Bauen und das geschäftige Treiben übt einen enormen Sog
auf die Kinder aus. Die Kinder wollen unbedingt mitmachen, sie lieben es, zu ARBEITEN. Egal, ob Schrauben, Löcher graben, Holz tragen – sie
gehen in diesen Tätigkeiten völlig auf.
Der neu gestaltete Spielplatz mit roten Seilen und bunten Plexiglasfensterchen ist nun wieder sichere und schöne Anlauf- und
Aufenthaltsstelle, gerade für die Kids der Unterkunft und ihre Freunde!
DREI JUGENDHILFEEINRICHTUNGEN, EIN DORF UND KUKUK KULTUR
Pátka ist ein kleines, etwas in Vergessenheit geratenes Dorf, eine Stunde von Budapest entfernt. Die Vorbesichtigung dort macht klar: ein sinnvoller Ort, um gemeinsam ein Projekt zu starten: die Menschen sind politikverdrossen, da sie ständig vergessen werden, die staatliche Grundschule wurde kurzerhand geschlossen und jeder kocht zuhause
sein eigenes Süppchen. Pfarrer Istvan will das ändern. Er möchte eine Jugendgrupppe etablieren und die Dorfgemeinschaft stärken. Eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen!
Drei Jugendhilfeeinrichtungen aus Deutschland treten das Projekt Pátka gemeinsam an. Jugendliche, die ansonsten eher den Status „Hilfeempfänger“ haben, sind in diesem Projekt die Gestalter, die Gebenden.
Und so wird eine brach liegende Wiese in nur einer Woche zum neuen, belebten Treffpunkt für Jung und Alt.
„Wir glauben, dass Kinder eine Energiebombe für
Erwachsene sind. Deshalb wollen wir in der Zukunft
ein Altenheim neben den Spielplatz bauen.“
ISTVAN, Dorfpfarrer von Pátka & Projektinitiator
JUGENDBETEILIGUNG IM KINDERHOSPIZ STUTTGART
„ Mann muss nicht denken, dass wir hier ein ausschließlich trauriger Ort sind.Hier wird auch sehr viel gelacht!“ Erklärt uns die Pflegedienstleiterin Frau Müller im Gespräch.
Wenn ein Kind eine fatale Diagnose bekommt, steht ihm und der Familie pro Jahr 28 Tage Aufenthalt in einem Hospiz zu. Zeit, in der sich intensiv um die Kinder gekümmert wird, und gleichzeitig Eltern, Geschwister und andere Angehörige entlastet werden.
Anfang des Jahres 2019 kommt der KIWANIS Club auf den KuKuk Kultur e.V. zu. Gemeinsam wurden schon einige Jugendbeteiligungsprojekte im Ausland realisiert. Die Idee ist nun, mit einer Gruppe Jugendlicher in Stuttgart zu arbeiten und sich lokal zu engagieren. Die Jugendeinrichtung der Wahl ist Neuhausen auf den Fildern.
So haben wir eine gemeinsame Mission für das Kinderhospiz: Wir wollen diesen oft „letzten Ort“ in einem Partizipationsprojekt voll Leben schön machen. Zauberhaft, fröhlich, anregend. Und das GEMEINSAM, weil es dann einen Mehrwert hat.
Kooperation mit KuKuk Freiflug und KuKuk GmbH
EIN VIEL.PLATZ FÜR DIE GEMEINSCHAFTSUNTERKUNFT IN NEUGEREUT
In der Vorbereitungszeit fanden viele Treffen, meist vor Ort, mit unterschiedlichen Akteuren statt: Mit den Ämtern der Stadt Stuttgart zur Genehmigung, mit dem Freundeskreis um den Ablauf und Verpflegung der Aktion zu planen und den Kontakt zu den BewohnerInnen der Unterkunft herzustellen, mit der Heimleitung, der Firma Daimler die sich freiwillig engagieren wollte, mit der Bürgerstiftung Stuttgart…
In der Woche um den 23. Oktober war es dann endlich soweit: die Umsetzung stand bevor. Ein Bagger half beim Ausheben der Fundamente, die Holzlieferung musste jedoch von vielen starken Freiwilligen per Hand abgeladen werden. Zwei Tage lang haben dann insgesamt rund 35 Beteiligte zusammen gearbeitet. Die Kinder waren, wie immer, die Türöffner und die ersten die mitanpackten. Am Ende konnte der gemeinsam gebaute Spiel- und Aufenthaltsplatz mit einem interkulturellen Buffet eröffnet werden.
Jedes unserer partizipativen Projekte zeigt, wie man seine Umwelt aktiv mitgestalten kann. Menschen aus ganz unterschiedlichen Millieus arbeiten zusammen, erfahren etwas über die jeweilige Lebenssituation und lernen voneinander. Wenn die Außengelände von Gemeinschaftsunterkünften durch Gemeinschaftsaktionen schöneren und funktionaleren Orte werden, gibt es dort weniger Konflikte und Gewalt.
EINE SCHULE IN NEUGRÜNDUNG ERFÄHRT SOLIDARITÄT
Eine Klassenfahrt der etwas anderen Art: nach einem Schuljahr der Vorbereitung, Planung und des Spendensammelns stand mitte Juli die Umsetzung des Sozialprojektes der 12. Klasse der Freien Waldorfschule Gutenhalde an.
Arbeits- und Wohnort für die Woche war ein altes Kloster, in dem eine kleine Waldorfschule ihr zuhause gefunden hat. Nach einer Begrüßung durch alle Eltern, Kinder und Lehrer wurde gemeinsam das Gelände erforscht, die Wünsche gegenüber den Möglichkeiten evaluiert und daraus Baupläne geschmiedet.
Schon am nächsten morgen wurden mit Bagger und von Hand Fundamente ausgehoben, jedes einzelne Brett und Kantholz abgefast, Grundsteher gestellt und betoniert. Im Laufe der Woche baute die Klasse als handwerkliche Laien unter Anleitung von unseren erfahrenen Spielplatzbauern einen vollwertigen Spielplatz auf. Die Eltern und Kinder der Schule packten fleißig mit an. Die Klasse weiß, dass vsie in Villanueva nun Freunde haben und zu jeder Zeit dort willkommen sind. Die Initiatoren der Schule, die es aufgrund von finanziellem Druck nicht einfach haben, betonten vielfach, wie sehr das Projekt ihnen Mut gemacht
hat.
“Zum Abschluss trafen im Schulhof erneut alle aufeinander. Eltern, Lehrer, Kinder, Betreuer, die für uns über die Zeit mehr zu Mitstreitern geworden waren, und wir. Vereint durch zwei riesige Pfannen Paella und ein Projekt, von dem niemand jemals gedacht hätte, welche Ausmaße es annehmen würde. Zu sehen, wie die Kinder anschließend auf das Gelände stürmten, die Geräte für sich in Besitz nahmen und sich gegenseitig freudestrahlend alles zeigten, war der Moment auf den wir so lange hingearbeitet hatten. Der Moment, in dem wir es geschafft hatten.”
Schüler Raphael zum Projekt
TDCC - THERAPEUTISCHES TAGESZENTRUM EIN SPIELPLATZ FÜR ALLE
Acht Freiwillige aus Deutschland wagen das Abenteuer erneut und reisen im Mai 2018 nach Nigeria um dort an einer Schule für Kinder mit Behinderungen aller Art einen barrierefreien Spielplatz zu bauen.
Das TDCC ist ein ganz besonderer Ort und es herrscht genau die Stimmung, die man sich für diese Art von Einrichtung eigentlich nur wünschen kann: hunderte Kinder lernen, spielen und leben teilweise sogar dort zusammen. Keine noch so große Besonderheit fällt hier auf, weil all die Besonderheiten zusammen ein stimmiges Ganzes ergeben in dem jeder so sein kann wie er ist. Toll!
Die Vorraussetzungen sind nicht immer einfach: Strom ist Mangelware
auf der Baustelle, Maschinen und Geräte rar, Zeitabsprachen funktionieren anders. Doch innerhalb von zwei Wochen entsteht durch die Unterstützung von engagierten Locals ein interessanter Spielbereich für Kinder mit und ohne körperliche Einschränkungen.
Dieses Projekt wurde unter anderem gefördert von:
Waldorf trifft Montessori in Ungarn
Was für eine Klassenfahrt! 31 Schüler und Schülerinnen der Montessori Oberschule Potsdam bauten an der Waldorfschule Debrecen für und mit den Schülerinnen und Schülern der Waldorfschule vor Ort.
Dabei entstand unter Anderem ein spannendes neuartiges Spielgerät: das „Hamsterrennrad“: eine rundum verbretterte Holzscheibe mit durchlaufender Achse, auf der gerannt werden kann. Sehr innovativ!
Highlight und Belohnung waren für die Teilnehmenden, dass ihr Werk am Freitag nachmittag nach der Zeugnisausgabe von 170 Kindern gestürmt wurde, Spiel frei!
Dieses Projekt wurde gefördert von:
INISEK, Initiative Sekundarstufe 1
ANGEHENDE HANDWERKER PACKEN AN
Die Teilnehmenden berichten auf ihrem Blog täglich von den Projekterfahrungen.
VORTRAG IM GOETHE-INSTITUT UND FREISPIELEVENT
Da geht unser Freispielherz auf! Wir glauben fest daran, dass Spiel für Kinder der Schlüssel zur Welt ist
KuKuk Kultur war 2018 Mitveranstalter eines öffentlichen Freispielevents mit losen Materialien in Hanoi, Vietnam. Eingeleitet wurde die Veranstaltung über einen öffentlichen Vortrag zum Thema “Loose Parts play” (= das Spiel mit losen Materialien) im Goethe Institut, Hanoi.
Die Fragen und Bedenken der Zuhörerschaft (Schulleitende, Kindergartenleitende, Eltern etc) vorher sind endlos: Ist das Freispiel gefährlich? Was wenn Kinder schmutzig oder nass werden? Wie leiten wir Freispiel an?
Doch Spiel frei, als das lose Material einfach dalag klappte alles wunderbar. Kinder wissen einfach intuitiv, wie Spielen geht.
So konnte in der Folgewoche schon die nächste große Freispielveranstaltung stattfinden und die Bilder hier sprechen Bände.
Wir drücken die Daumen, dass aus dieser Initiative für das freie Spiel eine große Bewegung wird!
Ein Partnerprojekt mit:
Sensomoto, Frankreich
Think playgrounds, Hanoi
Eingeladen vom
Goethe-Institut, Hanoi
VORTRAG IM GOETHE INSTITUT UND TRILATERALE PARTIZIPATIVE SPIELPLATZPLANUNG
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
FERIENWALDHEIM NIMMT DEN SPIELPLATZBAU SELBST IN DIE HAND
Ein Spielplatz für das Kinderferienlager WARAPU. Über 300 Kinder toben sich hier in den Sommerferien aus und werden dabei von 60 freiwilligen Mitarbeitenden betreut. Wir haben die ehrenamtlichen Warapuianer beim Bau ihres neuen Spielplatzes fachlich unterstützt und hatten großen Spaß dabei!
Im Zeitraffervideo oben könnt ihr den kompletten Bau des Platzes in nur vier Minuten sehen.
STUDIERENDE BAUEN SPIELPLATZ IM SEEFRACHTCONTAINER FÜR DEN IRAK
Bei Minus zehn Grad Kälte bauen wir mit Studierenden der Leuphana Universität einen Frachtcontainer zum Spielplatz um und schicken diesen auf dem Landweg nach Kurdistan.
ZIRKUS TRIFFT KUKUK IM WAISENHAUS EIN FAMILIENPROJEKT
EIN TOLLER GARTEN WIRD NOCH TOLLER
ANGEHENDE HANDWERKER PACKEN AN
SPIELEN HEILT - EIN CONTAINERPROJEKT ZU GAST BEI JESIDEN
Nach dem letzten Genozid an den Jesiden durch den IS leben im Dorf Xhanke noch heute tausende Familien in Zelten. Was sie erlebt haben, können wir uns nicht einmal vorstellen…
Es ist unsere feste Überzeugung, das SPIELEN eine therapeutische Wirkung hat und Traumata lösen kann.
Bei Minus zehn Grad Kälte bauen wir mit Studierenden der Leuphana Universität einen Frachtcontainer zum Spielplatz um und schicken diesen auf dem Landweg nach Kurdistan.
Mit einem kleinen Team bauen wir den Container dann am Waisenhaus „our bridge“ gemeinsam mit den Kids dort auf.
Partner vor Ort in Kurdistan war die traumapädagogische Abteilung der Freunde der Erziehungskunst, die schon seit einiger Zeit in dieser Region aktiv ist.
FOTOS VON OFFERT ALBERS
Dieses Projekt wurde gefördert von:
-
der SEZ: Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden Württemberg
-
dem Transportkostenzuschuss von engagement global
SCHULE DER MÖGLICHKEITEN
Eine neue Schule entsteht in Arles: Die Ècole DOMAINE DU POSSIBLE steht für “Areal der Möglichkeiten”. Aus Unzufriedenheit mit dem staatlichen Bildungssystem wird hier nach einer Mischform aus unterschiedlichen Reformpädagogiken gelehrt.
Hier angepackt haben Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Esslingen, die hochmotiviert trotz größter Hitze und unzähligen Mückenattacken in sechs Bautagen einen vielseitigen Pausenhof zauberten: ein Spielschiff auf dem sich auch die Größeren zum Lesen zurückziehen können, eine große Nestschaukel, eine Fuchsbauhöhle im Sandkasten für die Kleinsten, und ein Kletterparcour, der auf einer Baumplattform endet.
Die Teilnehmenden waren sich einig darin, dass sie nie geglaubt hätten, dass sie so etwas in einer Woche schaffen können!
Möglich gemacht wurde dieses Bauprojekt unter anderem durch großzügige Werkzeugspenden der Firnen: fein, metabo und würth. DANKE DAFÜR!
STUDIERENDE BAUEN SCHULHOF FÜR DIE ERSTE WALDORFSCHULE GRIECHENLANDS
Der gemeinnützige Verein TRIANEMI (zu Deutsch: Drei Winde) steht für ein Kollektiv von zwanzig Eltern, Pädagogen und Freunden der Waldorfpädagogik in Griechenland. Angesichts der vielschichtigen und anhaltenden Krise in Griechenland ist es diesen Menschen ein Anliegen, eine beispielhafte Pädagogik zu etablieren.
18 Studierende des B-Kurses der freien Hochschule Stuttgart reisten für zwei Wochen nach Athen, um dort beim Aufbau des Außengeländes mitzuhelfen.
»Wir hatten lange nach der besonderen Aufgabe für unser Kunst- und Kulturprojekt gesucht. Etwas Besonderes sollte es werden. Etwas mit Sinn, woran wir Studenten selbst wachsen und gleichzeitig anderen Menschen etwas Bleibendes hinterlassen könnten«, unterstreicht Kommilitonin Julia.
Der Außenbereich wurde in vier Funktionsbereiche aufgeteilt: ein offenes Klassenzimmer, ein großes Klettergerüst mit Turm, ein »Marktplatz« mit Sitzmöglichkeiten und ein »Hexenhäuschen« mit Sandkasten für die Kindergartenkinder.
Wir wünschen der Initiative einen guten Schulstart im September 2017 und freuen uns, ein Teil davon zu sein!
FREMDE WERDEN ZU FREUNDEN
PROJEKTTITEL: break down barriers, build a playground!
Was passiert, wenn 15 Jugendliche aus ganz Deutschland mit uns nach Bosnien reisen, um dort einen Spielplatz zu bauen? Sie werden zu Freunden! Das Roma Viertel von Bijeljina hat in dieser Woche eine erhebliche Aufwertung erfahren: auf dem neuen Spielplatz kann nach Herzenslust getobt, geklettert und geschaukelt werden. Außerdem ist er ein neuer Treffplatz für ALLE. Das Projekt wurde initiiert von Sophie, die in diesem Jahr ein freiwilliges soziales Jahr mit Schüler helfen Leben bei der Organisation Otaharin in Bijeljina gemacht hat.
Dieses Projekt wurde gefördert von:
-
der Stiftung EVZ, Programm Euopeans for Peace
-
der Mahle Stiftung
-
dm Bosnien
ABENTEUER NIGERIA EINE SCHULE BEKOMMT EINEN SPIELPLATZ
Lange haben wir diesem Projekt entgegen gefiebert! Im März 2017 ging es für sieben junge Freiwillige aus Stuttgart nach Emene, Nigeria.
Das Waisenhaus NNO (=Willkommen), gegründet von der Tübingerin Gabi Ayivi, liegt nahe der Schule. Hier entstand in nur einer Woche ein bunter Spielplatz für rund 500 Kinder. Bei 40 Grad Hitze, wurden nicht nur Kinder und Jugendliche mit einbezogen, ein lokaler Schreiner bereitete das Projekt vor Ort vor, weitere Handwerker wurden in der Woche vom Spielplatzbaufieber angesteckt, mitgerissen und nachhaltig begeistert. Beste Voraussetzungen für ein Folgeprojekt also!
Hier gehts zum Nachfolgeprojekt 2018
Nigeria, selbst nach vielen Projekten in vielen Ländern war das ein aufregendes Abenteuer, bei dem am Anfang viele Fragen standen. Allein die Einreise und das Visum sind viel schwieriger, als in alle vorangegangenen Projektländer! Und dann die vielen Horrornachrichten aus diesem Land…
Rückblicken sind wir froh, dass wir uns getraut haben, dieses Projekt anzugehen! Danke an den Olileanya e.V. für die Organisation vor Ort! Emene, wir wollen unbedingt wiederkommen!
FIRMENMITARBEITENDE ENGAGIEREN SICH AN MÄNNERWOHNHEIM
ROMANOTFALLTRANSITLAGER WAS IST DAS ÜBERHAUPT?!
Eine Wohnmöglichkeit für Romafamilien, die wirklich gar keine andere Bleibe mehr finden. Ursprünglich gedacht als kurzfristige Lösung, kommt hier kaum eine Familie wieder aus eigener Kraft weg.
“Gemeinsam bauen gegen Diskriminierung”, mit diesem Motto reisten Schüler des Handwerks der G19 Gewerbeschule Hamburg gefördert von der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” nach Albanien, Tirana. In fünf Tagen wurde aus einem alten Metallspielplatz ein verrückter Platz zum Spielen und Zusammenkommen für die dort lebenden Roma Familien. Neben der Begegnung im gemeinsamen Bauen, besuchten die Gewerbeschüler unterschiedliche Ort und Einrichtungen die dem Projektthema entsprachen und lernten so die Lebenswelten der Roma in Albanien kennen.
Das Erlebte wurde von den Teilnehmern täglich in einem spannenden Blog festgehalten.
Dieses Projekt wurde gefördert von der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft.
HEIßER GEHTS NICHT MEHR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER STARTEN FREIWILIG UM 5 UHR MORGENS
Spielen und Begegnen auf dem Dorfplatz
MÜLLHEIM trifft VIRPAZAR: Bauen, Baden & Begegnen.
Jugendliche aus zwei Ländern treffen aufeinander und bauen für die Dorfgemeinschaft in Virpazar einen Spielplatz. Es herrschten dabei so heiße Temperaturen, dass die Jugendlichen freiwillig schon um 5.00 Uhr morgens anfingen zu arbeiten, um dann den Mittag wohlverdient, badend und bootsfahrend auf dem Skutarisee zu verbringen.
Dieses Projekt wurde neben zahlreichen Spenden finanziert über Erasmus.
GEMEINSCHAFTSUNTERKUNFT: AUS GRAU WIRD BUNT
Ein vorher grauer Zaun leuchtet nun in Feuerwehrrot, Orange und Gelb.
Was war hier los? Der Hof eines tristen ehemaligen Bürogebäudes, das momentan als Gemeinschaftsunterkunft für knapp 500 Geflüchtete genutzt wird, wurde verwandelt: Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange und der Fritz-Gansberg-Grundschule gestalteten gemeinsam mit den Bewohnern der Unterkunft einen Spiel- und Aufenthaltsraum. Sie setzten dem Grau des Komplexes etwas Fröhliches entgegen, so kann man sich wohlfühlen!
Es gibt nun einen großen Sandkasten mit Spielhaus für die Kleinen, eine verrückte Kletterstruktur lädt zum Balancieren ein. Sitzplätze im grünen ermöglichen Rückzug, auf Bänken können Bewohner, Sozialdienst und Nachbarn nun gemtülich zusammen sitzen. Mit Pflanzen und Büschen versehen und mit Mosaik farbenfroh dekoriert, lädt nun ein freundlicher, gestalteter Raum zum Spielen und Verweilen ein.
FOTOS VON OFFERT ALBERS
EIN MULTIETHNISCHER KINDERGARTEN WIRD BUNT
Mit einer 12. Klasse hat Bernhard Hanel in Sarajevo den ersten multiethnischen Kindergarten nach dem Krieg mit aufgebaut. Damit war der Grundstein für KuKuk Kultur gelegt.